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Das Geld, die Krise und die Inflationslüge

Glauben Sie auch, dass die staatlich schöngerechnete Inflationsrate von 1,9% auch nur annäherungsweise irgendetwas mit der Realität zu tun hat? Dann wundern sie sich wahrscheinlich auch darüber, dass am Ende des Geldes immer mehr Monat übrig ist? Wie kann das sein, fragen Sie sich, kann ich nicht mit Geld umgehen? Was mache ich falsch?

Nun, eigentlich nichts. Es liegt einfach daran, dass die Preise für den täglichen Bedarf überproportional steigen, während bespielsweise ein asiatischer Fernseher 8% billiger angeboten wird. Im Supermarkt merkt man jedoch nur wenig davon, weil die Preiserhöhungen entweder in Mogelpackungen mit Preiserhöhungen von nicht selten weit über 30%, in Einzelfällen bis zu 100%, versteckt, oder die Herstellkosten mit minderwertigen Zusätzen gedrückt werden.

Ein erster Anhaltspunkt: „kreative“ Verpackungsgrößen von 155g, 33g, 243g usw. oder verminderter Inhalt bei gleicher Aufmachung, statt 20 Pads sind plötzlich 18 Pads enthalten, ohne Ankündigung und bei gleichem Preis. Achten Sie doch mal darauf, wie allein bei den Packungsgrößen für Hackfleisch getrickst wird: 500g (normal), 400g (fettreduziert), 350g (Bio). Haben Sie wirklich Ihren Taschenrechner dabei? Eher nicht. Nur wenige merken, dass der Schokoriegel plötzlich statt 42g nur 35g enthält.

Misstrauisch sollten Sie werden, wenn plötzlich „neue“ oder „verbesserte“ Rezepturen auftauchen. Meist bedeutet das, dass billige Zutaten, Aromen, Füllstoffe etc. für die Podukition verwendet werden. Müslis, Säfte oder Joghurts mit Aromen statt „Früchten“, Geschmacksvortäuschung durch Hefeextrakt, Chemie statt Natur. Das gilt eigentlich für alle industriell hergestellten Fertigprodukte, egal, wie sie heißen. „Fit“, „reduziert“, „Probiotisch“, „Diät“ und ähnliche Eitiketten, zusammengefasst unter „functional food“ , nutzen hauptsächlich dem Hersteller und halten nur selten, was sie versprechen. Sie sind nur erheblich teurer. Die Illusion vom Nutzen füllt die Kassen der Hersteller, hebt die Margen für den Handel und so ganz nebenbei nebenbei finanzieren wir damit auch den Staat.

Die reale Preisentwicklung in der Übersicht macht schnell deutlich, wer uns da immer tiefer in die Tasche greift:

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