Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Was uns der Euro wirklich kostet

Das Märchen vom „guten“ Euro kennen wir. Er kurbelt unseren Export an, Güter wurden „gar nicht teurer“ seit der D-Mark-Umstellung, er bietet einen festen Wechselkus etc. pp. Die Wahrheit sieht anders aus. Denn für die segensreichen Wirkungen des Euro wäre eine gemeinsame Finanzpolitik aller Euro-Staaten zwingend erforderlich. Die aber wird es NIE geben. Jeder macht, was er will.

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Geld und Macht: eine unheilige Allianz

„Demokraten regieren so lange, bis das Volk ruft: „So geht es nicht weiter!“ – Dann schlägt die Stunde der Diktatoren“ – A. Tenzer

Börsen

Die Hauptverursacher der gegenwärtigen Krise sind die USA und ihr britischer Satellit in Europa. Der angelsächsische Raubtierkapitalismus, kriminelle Geschäfte mit Schrottpapieren, Rating-Agenturen, alles Auswüchse einer neoliberalen, rein gewinnorientierten Gesinnung. Quartalszahlen-Terror verursacht dann den Kostendruck, der zu Arbeitslosigkeit und schließlich zu Millionen in Hartz IV führt.

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Habemus Papam! Cardinale Bergoglio, Franziskus I.

Weißer Rauch steigt aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle. Die Menschen auf dem Petersplatz jubeln, schwenken die Fahnen, alles rennt kreuz und quer. Die Neuigkeit verbreitet sich wie ein Lauffeuer, Menschen strömen herbei. Es regnet, die Schirme sind aufgespannt. Alles wartet, eine Musikkapelle spielt auf. Die Soldaten des Vatikans stehen Spalier. Es dauert, inzwischen ist es später Abend; es wird dunkel.

Viele hoffen auf einen Neubeginn für die katholische Kirche. Wird der Neue die Hoffnungen der vielen versammelten Gläubigen erfüllen können? Es wird laut, denn es gehen Lichter im Vatikan an. Plötzlich ist es  mucksmäuschenstill. Dann die Verkündung. Es ist …

Kardinal Jorge Bergoglio, Erzbischof von Buenos Aires, Argentinien. 76 Jahre alt. Ein Jesuit. Ein Bischof, der im Bus zur Arbeit fährt, die amtliche Residenz verschmäht und lieber in der eigenen Wohnung logiert. In seiner ersten Ansprache bedankt er sich dafür, daß er gewählt wurde. Dann betet er das Glaubensbekenntnis; verspricht, die Kirche auf einem „neuen Weg“ zu führen, dann der Segen „Urbi Et Orbi“. Die Argeninische Nationalhymne, gespielt für den neuen Papst. Franzecso! Franzesco! – Rufe. Dann wünscht der neue Papst allen eine gute Nacht und zieht sich zurück.

Geboren als Sohn einfacher italienischer Einwanderer 1936 in Buenos Aires, 1969 zum Priester geweiht. 1998 wurde er zum Erzbischof berufen. In seiner Heimat gilt er als Anwalt der Armen, ist harscher Globalisierungs- und Marktwirtschaftskririker. Kirchenpolitisch sehr konservativ, sprach er sich gegen die Abtreibung und für das Zölibat aus. Gesundheitlich ist er seit der operativen Entfernung eines Lungenflügels angeschlagen.

Wir werden sehen, wohin er die Kirche führen wird. Die Erwartungen sind sehr hoch. Vielleicht zu hoch. Die Zukunft wird es zeigen.