Energiewende 2014: Strom und Heizung werden teurer

 Nach der Wahl werden die Belastungen für die Haushalte durch die Energiesparziele der Regierung steigen. Neben der EEG-Umlage, die auf 6,5 cent steigen soll, ist auch eine Abgabe für den Heizverbrauch von 1,8 cent pro kw/h geplant. Des weiteren müssen die Importeure von Öl und Gas eine „Importabgabe“ zahlen, die dann ebenfalls auf die Kunden abgewälzt wird. Für einen Durchschnittshaushalt bedeutet dies eine Belastung von

  • 227,50 Euro pro Jahr für Strom (nur EEG-Umlage)
  • 240,00 Euro pro Jahr für Heizung (mit 3 Kindern: 340,00 Euro) Mehrkosten

und das nur, weil die Bundesregierung ihre hochgesteckten Ziele bei der Energieffizienz nicht erreicht hat. Sprich: es haben zu wenig Hausbesitzer ihre Heizung erneuert oder die Häuser gedämmt, trotz 1,8 Mrd. Euro Fördergeldern der KfW. So haben die Experten errechnet, dass jährlich zusätzlich 6.5 Mrd. Euro nötig sind, um die ehrgeizigen Ziele der Regierung zu befriedigen. Das Geld soll also wieder mal vom Verbraucher kommen und die neuerliche Belastung ist sogar hoch höher als die Kosten für die Ökostrom-Subventionen.

Je schlechter die Wohnung, umso höher die Kosten. Klar, dass dies wieder einmal die Ärmsten am schlimmsten trifft, denn die Besserverdiener haben bessere Wohnungen oder das nötige Kleingeld, um ihr Haus entsprechend energiesparend auszustatten. Für die Ärmsten sind also 5% des Einkommens für die Umlage fällig, während die Reichen höchstens mal 0,43% davon aufwenden müssen.

Doch dabei wird es natürlich nicht bleiben, denn die Kosten für die Gebäudesanierung treiben auch die Mieten weiter in die Höhe. Es ist also müßig, sich um eine Mietpreisbremse zu streiten, denn die Mieter werden die Kosten für die Gebäudesanierung ebenfalls aufgeladen bekommen. Es ist absehbar, dass noch mehr Menschen zukünftig in kalten Wohnungen ohne Licht und Strom sitzen werden, weil sie ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können.

Andere Modelle, wesentlich besser und volkswirtschaftlich sinnvoller, wurden von der Merkel-Regierung im Bundestag, aber auch von der SPD-Mehrheit im Bundesrat verhindert und blockiert. So hätten sich die Klimaziele auch durch verbesserte steuerliche Abschreibung oder eine Ausweitung der KfW-Programme erreichen lassen ohne die übermäßige Belastung des Verbrauchers. Zudem werden die Unternehmen die zusätzlichen Kosten auf die Preise aufschlagen und so die Lebenshaltungskosten weiter in die Höhe treiben. Langsam sollte man sich schon mal fragen, wann die Belastungsgrenze der Bürger erreicht oder ob sie bereits überschritten ist.

Die Information der Bevölkerung durch die Medien findet praktisch nicht statt und die Politiker haben während des Wahlkampfes auch kein gesteigertes Interesse an der Verbreitung der Wahrheit über die Energiewende. Auch die Heinrich-Böll-Stiftung, eine den Grünen nahestehende Institution, hält die Einführung des Umlagesystems für: „Am aussichtsreichsten in dieser Situation …“, die Parteien sind sich offensichtlich einig darin, wer mal wieder die Rechnung zahlt. Wir.

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