WebSeite bekannter und sicherer machen

Wer etwas zu sagen hat, möchte natürlich einen entsprechenden Leserkreis gewinnen. Neben einer guten Seite mit relevanten Artikeln sollte die Seite natürlich auch gefunden werden. Aber das geht nicht von heute auf morgen. Geduld ist gefragt, und vor allem Wissen über Datenschutzbelange und SEO. Dieser Artikel soll helfen, die größten Fehler zu vermeiden, ist aber keine Rechtsberatung!

Die eigene Webseite

Impressum

Über die Gestaltung der Webseite und wo sie gehostet ist, überlasse ich eurem Geschmack. Das soll jeder selbst entscheiden. Dem Internet ist es egal. Wichtig ist dabei, eine ansprechende Seite in Bezug auf Gestaltung, Relevanz der Artikel und Erreichbarkeit zu erstellen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist ein Impressum Pflicht. Wer ein annähernd sicheres Impressum will, kann dazu z.B. einen Rechtsanwalt beauftragen oder einen Generator verwenden, der nach eigenen Angaben ein passendes Impressum erstellt. Erste Abmahnfalle!

Inhalt

Jeder möchte eine ansprechende Seite mit Bildern, Videos und anderen multimedialen Inhalten. Es gilt das Urheberrecht zu beachten. Das gilt auch für Video- und Bilderportale. Bei fast allen

  • Social Media Netzwerken (Facebook, Pinterest)

droht beim Teilen von fremden Inhalten die Abmahnung. Ich habe festgestellt, daß einige „Nutzer“ regelrecht Jagd machen, um abmahnen zu können. Auch kostenlos angebotene Inhalte unterliegen möglicherweise einer Lizenz und sind urheberrechtlich geschützt. Es gibt sogenannte freie Lizenzen, z. B.

  • Creative Commons Lizenzen,
  • GNU-Lizenzen,
  • Open Source,
  • UVM-Lizenz etc. pp.

Wer sie verwenden will, soll sich vorher schlau machen, bevor er Unbill erfährt. Auch diverse Programme, die in die Seite von User eingebunden werden, unterliegen einer Lizenz. Bei Verwendung immer die Nutzungsbedingungen einhalten, läßt einen ruhiger schlafen. Wer mehr wissen will, kann sich im Internet schlau machen.

WebMaster

Die Verwendung von Analyse-Software wie z. B.

  •  Google-Analytics,

die Daten an einen Dritten übermittelt, ist lt. Datenschützern (ULD) illegal. Besser: Analyse-Tools verwenden, die die Daten auf dem eigenen Server halten. Das gilt analog auch für

  •  SocialMediaButtons

wie „gefällt mir“ , der Daten an Facebook übermittelt, auch die Doppelklick-Lösung ist fragwürdig und kann abgemahnt werden.

  • Analysetools (SEO = Suchmaschinenoptimierung)

Wie gesagt, bei Analysetools, die das Nutzerverhalten analysieren, besser die Daten auf dem eigenen Server halten. Ein weiterer Aspekt sind Suchbegriffe wie Kategorien und Stichwörter, die klug und sparsam verwenden werden, sowie eine klare Seitenstruktur. Google bietet hierzu den Dienst

  •  Google Adwords Keyword Tool

an, der die Keywords analysiert und die Wertigkeit auch ähnlicher Keywords auflistet.

Wichtig ist, daß man kostenlose SEO-Tools nutzt, da für private und Hobbyseiten alles andere rausgeschmissenes Geld ist. Geduld ist hier angesagt und Propaganda im Freundes- und Bekanntenkreis (z. B. auch auf Facebook Artikel einstellen mit Link). Zur Sicherung der Webseite vor Angriffen gehört der Einsatz der Serverdatei

  • .htacces

die Zugriffe auf den WebSpace regelt mit den Schlüsselwörter deny from (verboten) und allow from (erlaubt) und somit bereits den Aufruf der Seite im Browser unterbindet. Schließlich lassen sich Hacker-Angriffe aus dem Browser heraus starten. Der Punkt vor dem Dateinamen sorgt dafür, daß die Datei nicht angezeigt wird.

Cookies

Viele WebSeiten setzen sogenannte Cookies ein, die auf dem Computer des Nutzers gespeichert werden. Zweck solcher Informationsschnipsel ist, daß man zum Beispiel bei neuerlichem Aufruf der Seite nicht alle Daten wieder eingeben muß, da der Betreiber der Seite/des Shops die Daten über den Cookie übermittelt bekommt. So weit so gut. Zum Füllen des Warenkorbs werden sie benötigt, aber anders sieht es aus, wenn die Daten zur Analyse des Nutzerverhaltens gebraucht werden. Da setzt der Datenschutz Grenzen, die jedoch noch nicht eindeutig festgelegt wurden. Auf alle Fälle besteht Informationspflicht, welche Daten wozu/wie lange zu welchem Zweck gespeichert werden. Auch bestehen zwischen den einzelnen Ländern große Unterschiede, wodurch dann z B. in Amerika erlaubt ist, was in der EU untersagt sein kann.

Links und Backlinks

Es bringt absolut nichts, Backlinks zu kaufen oder massenhaft zu produzieren. Google kennt die Tricks und ignoriert sie. Besser: Einen Gastartikel bei anderen WebSeiten schreiben und verlinken. Die sollten aber thematisch passen, das ist wichtig und bringt Klicks auf die eigene Seite. Mit

  • Trackbacks oder
  • Pingbacks

können Blogs Informationen über Backlinks in Form von Kommentaren untereinander austauschen. Dazu werden Daten ausgetauscht, die einen Bezug zwischen den betreffenden Einträgen herstellen. Dazu trägt man die Trackback-URI in das entsprechende Feld beim Erstellen des Beitrags ein und speichert den Beitrag. Der zurückweisende Pingback muß erst durch den Empfänger bestätigt werden. Relevante Backlinks sind ein wichtiger Beitrag zun Verbinden des Blogs im WWW.

Google

Wer wissen will, wie Google die eigene Seite verlinkt hat, einfach mal die URL eingeben und suchen. Bei Eingabe von Suchwörtern wird wohl die eigene Seite eher weit hinten zu finden sein. Im Internet kann man mal seinen

  •  Pagerank

ermitteln lassen, der von 0 bis 10 reicht, und hauptsächlich die relevanten Links, die von anderen, „hochwertigen“ Seiten, auf die eigene WebSeite verlinken, auswertet. Nicht enttäuscht sein, jeder fängt mal klein an. Linktricks können bei Google dazu führen, daß die Seite herabgestuft oder ignoriert wird!

Wichtig für Webmaster sind die

  • Google Webmaster-Tools

dazu mit einem Google-Konto einloggen und bestätigen, daß Sie Eigentümer der Seite  sind. Die Vorgehensweise ist dort beschrieben. Danach stehen umfangreiche Informationen zur eigenen WebSeite bereit. In diesem Zusammenhang ist es empfehlenswert, selbst oder mit einem Tool eine

  • XML-Sitemap

zu generieren und auf Webmaster-Tools anzugeben. Die Sitemap nutzt Google zu besseren Indizieren Ihrer Seite. Die Tools bieten viele Möglichkeiten, Ihre Seite zu optimieren, damit sie besser gefunden wird. Folgen Sie dazu einfach den Hinweisen.

WebVerzeichnisse und SocialBookmarks

Selbst tätig werden, denn wer die anderen ignoriert, wird auch selbst nicht beachtet. Das ist wie im richtigen Leben. Kommentare bringen nur was, wenn Google ihnen auch folgt „do-follow“, also relevant sind. Sonst werden sie automatisch auf „no-follow“ gesetzt und bringen nichts. Nur

  •  Blogs, die do-follow Kommentare anbieten,

sind relevant, und sie müssen den Kommentar freischalten. Möglicherweise helfen hier auch

  •  WebVerzeichnisse,
  • Artikelverzeichnisse oder
  • SocialBookmarkSeiten weiter.

SocialMedia

Die Strategie kann sein, eigene

  • Videos bei Youtube oder
  • eigene Bilder bei Bilderhostern einzustellen.

Mit einem Profil erhöht sich die Chance, gefunden zu werden. Gute Bilder und lehrreiche Videos sind ein sehr guter Weg, um die Reichweite eines Blogs zu erhöhen.

Seitenbewertung

Programme, die den „Wert“ einer Seite/Domain ermitteln, kann man getrost vergessen. Das ist reine Augenwischerei. Entscheidend ist, was dem evtl. Käufer die Sache wert ist. Das kann kein Programm ermitteln. Vergessen Sie’s.

Spam

Do-follow und no-follow werden von WebMastern und Suchmaschinen eingesetzt, um sinnloses (Spam) von relevanten Inhalten zu unterscheiden. Wie genau Google Links bewertet, ist nicht bekannt, und obliegt einem programminternen Algorhytmus, der aus guten Gründen mehrmals verändert wurde. Damit will man Spam und Spam-Links verhindern. Um die eigene Seite davor und vor einer Abmahnung durch Google zu schützen, gibt es jetzt das Google-Tool

  •  Disavow Links,

mit dem sich sachfremde und rufschädigende Links auf die eigene Seite entfernen lassen. Doch Vorsicht, wer das Tool einsetzt, sollte genau wissen, was er tut. Es ist die letzte Möglichkeit, wenn sich der Betreiber einer WebSeite überhaupt nicht erklären kann, wieso Google seine Seite als sachfremd beworben einstuft.

Es gibt unterschiedliche Spam-Aktivitäten, die unterschiedliche Aufgaben erledigen

  • Referrer-Spam-Spam (massenhafte Einträge in Logdateien von WebServern)
  • Kommentar-Spam (nutzlose Einträge, die Links auf die andere Seite bringen sollen)
  • eMail Spam (unverlangte Werbung, Malware-Verbreitung)
  • Suchmaschinen-Spam (andere WebSeite im Ranking verbessern)

Die Gegenmaßnahmen hier in einzelnen zu erläutern, würde hier zu weit führen. Bei Interesse finden sich im Internet, z.B. in Foren, weiterführende Informationen. Es gibt einige Seiten, die Listen (Blacklists) von Spammern und Harvestern führen, die dann in die eigene Seite eingebunden werden können und die WebSeite vor unbefugtem Zugriff schützen helfen (z. B. Honeypot). Der eco-Verband hat eine

  • Internet-Beschwerdestelle

eingerichtet, bei der man Mißbrauch melden kann.

Fazit

Wer seine Webseite oder Blog mit guten und interessanten Inhalten füllt, ist schon mal einen Schritt weiter. Wer dazu noch den Datenschutz beachtet und Spam vermeidet, ist auf der sicheren Seite. SEO-Tricks schaden in vielen Fällen mehr als sie nutzen. Halten Sie möglichst Nutzerdaten und Analyse auf der eigenen Seite. Machen Sie in Impressum auch klar, wie Sie Daten verwenden, speichern und an wen Daten übermittelt werden. Setzen Sie nur Tools ein, die Ihnen weiterhelfen und die Sie wirklich brauchen. Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß mit Ihrem Internetauftritt.
von Peter Wassmann

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.