techie_webmaster

Was tun gegen Spam eMails

Die erste Maßnahme ist leicht, denn es fängt damit an, eigene Daten nicht wahllos im Internet zu verteilen. eMail-Adressen werden von sog.

  • Adress-Harvestern

automatisch aus Webseiten und Newsgroups herausgefischt, deshalb sollten Sie dort schon mal sparsam damit umgehen.

Die eigene eMail-Adresse zu manipulieren, schadet mehr als es hilft, (at) statt @ bringt zum Beispiel gar nichts. Auch Verschlüsselung mit Javascript oder CSS ist eher problematisch und viel zu umständlich. Die einzig vernünftige Lösung bietet hier Google mit dem Dienst

  • reCaptcha

an, der Adressen erst nach Eingabe der richtigen Zeichen freigibt. Das kennt man auch von Anmeldeformularen und es funktioniert ganz gut.

Viele Mail-Provider sortieren bereits vorab als Spam erkannte Mails heraus, deshalb ist es wichtig, seine Einstellungen dort entsprechend im

  • Spam-Filter

einzustellen. Im eigenen Mail-Client hat man darüber hinaus die Möglichkeit, Spam-Mails oderAbsender-Domains zu melden oder zu sperren. Die Header der eMails könnte man auch anzeigen lassen, das bringt aber nichts, denn diese können allzu leicht manipuliert werden. Bei Spam kann man davon ausgehen, daß sie gefaket sind.  Hilfreich sind auch sog.

  • Wegwerf-Emails,

die nur kurzfristig gültig sind und danach automatisch verfallen. Da heutige Mail-Provider eMail-Konten massenweise anbieten, kann man auch damit hantieren und z. B. eine eMail-Adresse für wichtige Sachen und eine oder mehrere fürs Alltagssurfen anzulegen. Die wichtige Adresse bekommen nur Freunde, Kollegen oder Geschäftspartner, die andere kann man jederzeit löschen. Weg damit und ein neues Konto anlegen. Damit läuft der Spam ins Leere.

So weit, so gut. Damit hat man schon den meisten Spammern den Saft abgedreht. Kommen doch noch lästige eMails durch, kann man erst mal versuchen, den Provider zu ermitteln. Im Header der eMail bei Received from steht die IP-Adresse des Mail-Providers:
(Beispiele)

 Received: from blu0-omc1-s4.blu0.hotmail.com ([65.55.116.15]) by BAY0-HMMC1-F3.Bay0.hotmail.com with Microsoft SMTPSVC(6.0.3790.4900);

 Received: from BLU151-W29 ([65.55.116.7]) by blu0-omc1-s4.blu0.hotmail.com with Microsoft SMTPSVC(6.0.3790.4675);

leicht erkennbar, daß die Mail mit Hotmail (Microsoft) verschickt wurde. Eventuell hilft auch eine „WHOIS“-Abfrage im Internet weiter. Jetzt kann man sich beim Provider beschweren. Falls möglich, Original-Mail mit Header mitschicken. Man erkennt da auch, ob die eMail evtl über Facebook versendet wurde

 Received: from [10.154.75.91] ([10.154.75.91:49431])
by smout072.snc6.facebook.com (envelope-from …

Aber vorsicht, wie gesagt, bis auf diese Angaben kann alles gefälscht werden. Zusammen mit den WHOIS-Angaben hat man aber schon mal ein paar Informationen über den Domain-Hoster gesammelt. Ein Auszug aus WHOIS (Beispiel):

 

Name: Zonemaster STRATO AG Webhosting
Organisation: STRATO AG
Address: Pascalstra??e 10
PostalCode: 10587
City: Berlin
CountryCode: DE
Phone: +49 30886150
Fax: +49 3088615111
Email: zonemaster@strato.de
Changed: 2006-12-05T00:35:07+01:00

Ein normaler eMail-Anwender, der sich an die ersten Hinweise gehalten hat, kann diese Schritte aber getrost überspringen, das ist mehr was für die Freaks oder IT-Fachleute.Aber vielleicht finden Sie so heraus, daß Ihnen die blauen Pillen eben aus China angeboten werden, dann hilft nur eine neue eMail-Adresse, denn es werden neue zweifelhafte Angebote kommen. Viele.

Für deutsche oder europäische Spam-Mail-Empfänger gibt es eine Anlaufstelle, bei der man sich beschweren kann. Dort kann man Beschwerden einreichen, am Besten mit der Original-eMail zusammen. Weitere Informationen zur Vorgehensweise finden Sie auf der WebSeite. Den Link finden Sie im Fuß dieser Seite in Blogroll.
von Peter Wassmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *