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So geht’s: Mein eigener Blog !

Warum einen eigenen Blog? Es gibt doch soziale Netzwerke (Social Media)?

Heutzutage gehört es fast schon zum „guten Ton“ eine eigene Internet-Seite zu haben, um sich dort mit anderen auszutauschen oder Kontakte zu knüpfen, sozusagen als erweiterter Freundeskreis. Natürlich geht das auch über Facebook, Google+ und Konsorten und viele tun das auch. Aber was mit meinen Daten dort geschieht, wer sie bekommt, sammelt und auswertet, das weiß niemand mehr genau. Selbst wenn ich alles lösche, ist immer noch genug im Netz unterwegs, das ich nie wieder „einfangen“ kann.

Aus diesem Grund ist es besser, alles selbst im Griff zu behalten. Auf meinem Blog bestimme ich, wer Zugang hat und wer was sieht, und meine Dateien bleiben innerhalb der eigenen Sphäre. Das ist auch aus Datenschutzgründen wichtig. Wenn ich will, kann ich dann z. B. meinen SocialMedia-Account auf Facebook auch mit meiner eigenen Homepage oder Weblog verbinden.

Von den Anforderungen her unterscheidet man zwischen privaten und gewerblichen WebSeiten, denn hier gibt es einige Unterschieden, die zu beachten sind. In diesem ersten Teil (wird fortgesetzt) beschäftigen wir uns mit der privaten Seite

  • WebTagebuch (neudeutsch: WebLog) listet meist in chronologischer Form eigene Aktivitäten, Veranstaltungen, Gedanken oder die persönliche Freizeitgestaltung (Hobbies…) auf
  • eine Hompage als Plattform für Kleingewerbe oder Vereine als „Schwarzes Brett“ und Mitgliederverwaltung, Terminkalender usw.

Höhere Anforderungen in Bezug auf Gestaltung, Inhalte und Datenschutz werden an

  • eine Hompage für Firmen, Händler (Kataloge, Bestellabwicklung, Werbung) etc.

gestellt. Kaufabwicklung, Rücksendungen, Kundendaten, sichere https://-Verbindungen (verschlüsselt), hier ist entweder eine aufwendige professionelle Neuentwicklung notwendig, oder es werden vorgefertigte Lösungen eingesetzt und bei Bedarf angepaßt, das reduziert die Kosten. Vorgefertigte „Designs“ gibt es natürlich auch für private oder gemeinnützige Zwecke reichlich im Internet in allen Preislagen oder kostenlos.

 Die Domain: mein Platz im Web

So eine WebSeite braucht einen Platz im Internet, auf dem alles gespeichert ist, das zun Funktionieren notwendig ist

  • ein Speicherplatz auf einem Computer im Internet (Host, Hardware) mit einem Betriebssystem und den entsprechenden Verwaltungsprogrammen
  • eine „Adresse“, die sog. URL, damit man mich auch findet (Uniform Resource Locator) „www.meineseite.de“
  • ein Programm, um meine WebSeite zu gestalten und mit Inhalten zu füllen (CMS = Content Management Software)

wem das zu kompliziert ist, der kann auch auf das Rundum-Sorglos-Paket zurrückgreifen und sich einen Hoster (WebHosting) suchen, der vorgefertigte WebSeiten oder Hompage-Baukästen anbietet. Damit lassen sich innerhalb kurzer Zeit mit Grundkenntnissen bereits erfreuliche Ergebnisse erzielen.

Allerdings müssen auch Einschränkungen hingenommen werden, es ist halt kein Maßanzug. Kompromisse sind also gefragt. Viele WebHoster bieten für kleine Auftritte kostenlosen Speicherplatz an, allerdings kann es sein, das der Zugang nicht immer oder auch mal gar nicht mehr funktioniert, wenn der Hoster vom Markt verschwindet. Eine Sicherheit gibt es da nicht.

 Das CMS: WebSeiten gestalten und mit Inhalt füllen

Eine Sonderrolle nimmt hier das kostenlose, millionenfach eingesetzte

  • WordPress

ein. Damit läßt sich verhältnismäßig leicht ein Weblog aufziehen. Es gibt kostenlose Templates (Schablonen), Tausende Erweiterungsmöglichkeiten (Plugins, Widgets) von kostenlos bis kostenpflichtig. Dies gilt auch für vorgefertigte Seitenlayouts (Themes), die man dann für seine Seiten verwenden und auch anpassen kann. WordPress wurde von der WordPress.org entwickelt, ist freie Software, basierend auf PHP und der MySQL-Datenbank, und ist in fast jeder Sprache erhältlich.

Nicht zu verwechseln mit WordPress.com, einem kommerziellen Anbieter, der kostenloses Hosting mit WordPress in einer Grundform mit einem vorgefertigten Blog anbietet. Der Domain-Name lautet dann z. B. max.wordpress.com. Man kann praktisch nach der Registrierung sofort loslegen mit dem Blogging, allerdings sind sämtliche Aufstockungen (Upgrades) kostenpflichtig. Zumindest kann man damit aber mal einen Versuch starten und herumprobieren.

Viele CMS-Systeme zur Erstellung von Hompages gibt es auch als kostenlose Version, die bekanntesten Open Source Systeme sind

  • Joomla
  • Typo 3
  • Drupal

sowie unzählige andere, die man für Geld kaufen kann. Nicht alle leisten das gleiche und stellen unterschiedliche Anforderung an das Können und Wissen der Anwender. Ab einer bestimmten Komplexität der zu erstellenden Web-Anwendung kommt man ohne Kenntnisse in PHP, Java, MySql, Prel, Python, XML… nicht mehr aus. Da sind dann Programmierkenntnisse gefragt.

Wer mit diesen Begriffen nicht anfangen kann, sollte die Finger davon lassen und auf Hompage-Baukästen oder WordPress zurückgreifen, bei denen man ohne solches Wissen auskommen kann. WordPress zum Bespiel läßt sich ohne Programmierkenntnisse mit sog. Plugins um Funktionen wie Forum, Gästebuch, Diasow usw. erweitern.

 Sparen, Sparen – viel Web für wenig Geld

Wie man sieht, muß das alles bis hierhin nicht viel kosten, außer Zeit und Hingabe. Über einige Dinge sollte man sich aber Gedanken machen, bevor man seinen Blog so richtig aufmischt. Im Netz gibt es nämlich viele kostenlose Angabote, freie Bilder, Vidoes und andere Inhalte, die man gerne mal im eigenen Blog verwenden möchte.

Also mal ganz klar: frei, kostenlos, oder mit was für ähnlichen Attributen geworben wird, heißt beileibe nicht rechtelos. Auch damit kann man nicht machen, was man will. Denn jeder, der eine eigene geistige Leistung vollbracht, also etwas geschaffen hat, besitzt das Urheberrecht, teilweise bis weit nach dem Tod. Hier setzt das Gesetz entsprechende Rahmenbedingungen. Wenn Sie etwas verwenden wollen, das nicht Ihnen gehört, sollten Sie schriftlich um Erlaubnis fragen.

Davon unterscheiden sich die Lizenzen, das sind vom Rechteinhaber eingeräumte Nutzungsrechte, die festlegen, in welche Weise die Nutzung gewährt wird, für welche Zwecke und zu welchen Bedingungen. Hier sind erwähnenswert

  • Creative Commons Lizenzen
  • Freie und Open Source Lizenzen (ja, auch die)
  • GNU General Puzblic Lizenz
  • BDS-Lizenz….

Auch hier gilt: Nutzungsbediungungen lesen, sonst droht Abmahnung! So kann eine Lizenz etwa verlangen, den Namen des Autors zu nennen, und sogar die Form, wie das zu geschehen hat. Viele freie Lizenzen verlangen auch die Weitergabe zu gleichen Bedingungen, andere untersagen die Bearbeitung etc. pp.

Genau so wichtig sind für Blogger, auch private, die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen. Impressum ist Pflicht, Social Media Buttons liegen im Graubereich, weil beim Klick oder beim Aufruf der Seite bereits wahllos Informationen über das Nutzerverhalten an Dritte übertragen werden. Das gilt auch für viele Analysetools, selbst Programmerweiterungen wie etwa ein Chat werden oft auf fremden Servern ausgeführt und übermitteln Daten. So wurden beispielsweise NRW- Bloggern untersagt, Facebook-Buttons in den Blog einzubinden. Bis jetzt noch ohne weitere Folgen. Aber man sieht schnell, daß das Internet immer noch ein „rechtsfreier“ Raum ist und viele sind schon in die Abmahnfalle getappt.

 So, wenn’s bis hierher geklappt hat,

sollte auf dem Blog schon was zu sehen sein. Interessante Inhalte, gutes, übersichtliches Desing, einige Bilder, vielleicht selbst aufgenommen und man wird neue „Freunde“ gewinnen, aber nur, wenn sich das gewählte Thema deutlich von der Masse abhebt und einen gewissen Kreis anspricht. Dann ist es auch möglich, mit seinem Blog eine Community, eine Art „Gesprächskreis“, zu gründen, in dem Gleichgesinnte diskutieren und sich austauschen können. Gute Communities erreichen Tausende von Mitgliedern. Erfolgreiches Bloggen kann auch zum Karrieresprungbrett werden, Beispiele gibt es genung – siehe Bauerfeind.

Bitte um reichlich Feedback, wie auch immer. Artikel wird demnächst fortgesetzt Benachrichtigung: RSS abonnieren und/oder Kommentar!
Von Peter Wassmann

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