facebook like

Datenschutz „Likes“ Facebook & Co.

 

Das Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) fordert von Usern, Social Media-Buttons wie „gefällt mir“ datenschutzkonform einzubinden. Auch Fanpages stehen in der Kritik. Es wurden bereits User aufgefordert, den Button von der Website zu entfernen. Das ULD fühlt sich bundesweit zuständig.

Tracking

Die Nutzung der Social-Plugins von Facebook und von Fanpages ist derzeit untrennbar mit dem Webanalyse-Dienst „Facebook Insights“ verbunden. Dieser Dienst verstößt laut ULD gegen das Telemediengesetz. Auch Google Analytics steht in der Diskussion.

Facebook Insights soll Administratoren helfen, ihre Facebook Page zu beobachten und auszuwerten. Dazu stehen Werkzeuge bereit, mit denen Fanseiten, Applikationen und sogar eigene Webseiten analysiert werden. Anzahl Besucher und deren Aktivitäten, Zahl neuer Fans, Attraktivität einzelner Beiträge, Interaktionen usw. Das sollte der Nutzer von Facebook bedenken.

 Social Media Buttons

Der Like-Button soll auch dann nicht  datenschutzkonform sein, wenn vorher eine Enblendung mit Doppelklick erfolgt. Man weiß eben nicht, wer hier welche Daten erhält und zu welchem Zweck sie verwendet und verkauft werden. Viele Datensammler machen das eben lieber im Verborgenen und die Information der User fällt meist recht kümmerlich aus. Noch passiert außer einer Aufforderung zum Entfernen der Buttons nicht viel, aber das soll sich bald ändern, wie folgendes Statement zeigt:
Als erster Schritt sind die Seitenbetreiber allgemein darauf hinzuweisen, dass das Betreiben einer Fanpage und die Einbindung von Social-Plugins von Facebook zwangsläufig zu Datenschutzverstößen führt, verbunden mit der Aufforderung, die Nutzung dieser Facebook-Anwendungen für die Zukunft zu unterlassen. Anwender in Schleswig-Holstein können nach einer Umsetzungsfrist von einem Monat im Einzelfall aufgefordert werden, die rechtswidrige Datenverarbeitung über deren Webseite einzustellen, verbunden mit dem Hinweis auf die Möglichkeiten einer Untersagung nach § 38 Abs. 5 BD SG und eines Bußgeldverfahrens nach § 16 TMG und/oder § 43 BDSG bei privaten Stellen bzw. einer Beanstandung nach § 42 Abs. 2 LDSG S-H bei öffentlichen Stellen.

Impressum

Der Datenschutz fordert außerdem eine Einbindung des Impressums auch auf Social Media Seiten, egal ob diese privat oder geschäftlich betrieben werden. Aber falls überhaupt vorgesehen, sind diese Impressums dann eben nicht leicht erreichbar, wie vom DS gefordert, sondern verstecken sich irgendwo im Profil oder sonstwo auf der Seite. Wer redaktiionelle Texte veröffentlicht, braucht auf jeden Fall ein Impressum, auch auf der privaten Seite.
von Peter Wassmann

 

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