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China: Das „Reich der Mitte(l)“

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Der demokratisch verbrämte Neo-Kommunismus a la China und Russland ist der größte Schadfaktor für die Weltwirtschaft und neben den USA sind sie auch die allergrößten Umweltzerstörer. Heute sind sie nicht mehr auf militärische Übermacht angewiesen, denn sie sind dabei, mit Öl, Gas und billigen Arbeitssklaven die Welt zu erobern.

Nebenbei versuchen sie, die Weltmärkte mit einem ruinösen Preisdumping unter ihre Kontrolle zu bringen, denn so etwas wie Wettbewerbs-, Urheber- oder Arbeitnehmerrechte gibt es dort nicht. China ist der zweitgrößte Markt weltweit für Fälschungen. Gefälscht wird alles, was schnelles Geld bringt – Produkte vieler namhafter Hersteller (Marken) also, die jeder kennt, und die häufig in sehr großen Stückzahlen vertrieben werden.

Die direkten Auswirkungen solch einer Handelspolitik sieht man selbst schon bei den modernsten Technologien wie Telekommunikation oder Solartechnik. Etliche deutsche Unternehmen sind bereits vom Markt verschwunden oder wurden von chinesischen Investoren einfach aufgekauft, weil sie diesem ruinösen Preiskampf nicht mehr standhielten. China produziert konkurrenzlos billig, sie brauchen auf die Umwelt keinerlei Rücksicht zu nehmen.

Früher waren die Japaner mit ihren Kameras in Europa unterwegs, später haben wir erst braune (Unterhaltungselektronik) und dann weiße (Waschmaschinen etc.) Ware an asiatische Staaten verloren. Computer, Tablets und Handys, egal, welche Marke draufgedruckt ist, kommen längst aus China. Deutsche Marken werden gegen geringes Entgelt auf chinesische Waren geklebt – Made in Germany?

Die Menschen leben in einer üblen, die Menschenrechte mit Füßen tretenden Diktatur in einem Land, das selbst irgendwo zwischen Maoismus und Kapitalismus hängengeblieben ist. Den „Platz des Himmlischen Friedens“ und den Umgang mit Dissidenten habe ich im Gegensatz zu unseren rückgratlosen Politikern keineswegs vergessen – Geschäfte machen ist wichtiger; wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch den Politikern gut.

Menschenrechtsfragen um Himmels Willen nicht ansprechen – der weltgrößte Markt lockt doch zu sehr. Lieber ein bißchen buckeln. Was das bringt? Ein gutes Beispiel: der Transrapid. Mit viel Getöse verkauft, inzwischen bauen die Chinesen das Gefährt und die Strecken selbst. Unsere Steuermilliarden verschleudert, mit denen wird die Entwicklung gefördert haben. Bilanz? Miserabel.

Wie weit es die Regierenden treiben, zeigt auch das Besipiel des Premiers Wen Jiabao, dessen Brut rund zwei Milliarden Euro angehäuft hat. Ein Artikel der „New York Times“, der sich mit den Machenschaften des Wen-Clans beschäftigte, wurde von den Zensurbehörden zusammen mit dem gesamten Onlineauftritt der Zeitung gebannt, ist nicht mehr aufrufbar – ein übliches Vorgehen. Entgegen den Äußerungen eines Regierungssprechers „…geht (es) nicht darum, China schlecht zu machen“ – China ist nicht schlecht, es sind die Machthaber und ihr Unterdrückungsapparat.

Korruption wohin man blickt. Das Volk fühlt sich zunehmend betrogen, und steigt inzwischen regelmäßig und massenhaft auf die Barrikaden. Die Reaktionen sind leider voraussehbar. Ebenso die unserer Politeska. Unsere „Lieben Investoren“ reiben sich schon die Hände, denn sie verdienen bereits kräftig mit. Kaufen sie H-Aktien! 100% Plus in einem Monat! Da wird natürlich Druck ausgeübt auf die Bundesregierung. Auch der europäische Patient hofft auf chinesische Medizin.

Die Großkonzerne zerstören die Umwelt, in manchen Gegenden kann man kaum atmen. Wasser, Luft und Boden werden verseucht, nur der Profit zählt. Menschen zählen nicht. Die Arbeiter werden ausgebeutet mit Hungerlöhnen, die kaum zum Leben reichen. Schutz der Gesundheit der Arbeiter? Nebensächlich. Kostet ja Geld. Tausend andere warten schon vor der Tür. Da hat man äußerst schlechte Karten. Und wer sich wehrt, ist draußen … günstigstenfalls.

Da verwundert es nicht, daß die chinesischen Konzerne im Geld schwimmen. Gigantische Wachstumsraten, auch der Staat hat Devisen im Überfluß. Geld, das sich vermehren soll, wird weltweit investiert. In Deutschland stehen im Fokus der Chinesen die IT, Elektronik, Baumaterialien, Präzisionsinstrumente, Solarindustrie, Flugzeuge. In Großbritannien zielt das Targeting auf die Biomedizin, Computer und Flugzeuge ab. Die Liste lässt sich beliebig verlängern, erfasst ist die gesamte westliche Wirtschaft, zumindest das, was für die Zukunft interessant ist. Dabei ist das bloße Kopieren der Anfangszeit in den Hintergrund gerückt. Jetzt setzen die Chinesen auf Joint Venture, Firmenaufkäufe, um an das Know How zu kommen. An Geld mangelt es nicht.


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Das „Reich der Mittel“ hat Reserven von 3,2 Bio. Auch mit großen Geldscheinen ein Turm von 200 km Höhe – unvorstellbar! Beispiele gefällig?

  • Staatsanleihen für $ 3.2 Bio. US-Staatsanleihen für mehr als $ 1 Bio
  • weltweite Firmenbeteiligungen $ 800 Mrd. (z.B. Saab, Volvo)
  • 40% der von Deutschland und Frankreich herausgegebenen Staatsanleihen

Dazu kommt Know-How-Klau und Wirtschaftsspionage in großem Stil, man will an das Wissen der Europäer, egal wie. Die neuen chinesischen Chefs vieler Unternehmen sorgen schon dafür, sie bestimmen wo es langgeht. Und wo das nicht hilft, wird der Wettbewerb durch chinesische Subventionenn für einheimische Konzerne solange verzerrt, bis die Konkurrenz aufgibt. So erhielt beispielsweise Huawei 30 Mrd.Kredite vom Staat. damit läßt sich gut wirtschaften.

Doch nicht nur Europa ist das Ziel. Afrika ist dem Ansturm der gierigen Helfer ausgeliefert. Eingeborene werden vertrieben für Ackerland, das Chinesen und deren Maschinen bearbeiten, die Ernte wird nach China geschafft. Der Kampf um Ressourcen hat längst begonnen. In Sambia haben chinesische Aufseher ein Dutzend einheimische Kumpels einfach niedergeschossen, die gegen die Arbeitsbedingungen demonstrieren wollten. Die Jagd nach Gold, Holz, Kupfer, Kohle, Öl und seltene Erden hat Afrika erreicht, die Arbeiter werden wie Sklaven behandelt. Irgendwoher kenne ich das doch? Woher nur?

Allein im letzten Jahr haben chinesische Unternehmen laut „Spiegel“ $57 Mrd. in Afrika investiert und eine Million Chinesen als Arbeitskräfte gleich mitgeliefert. Milliardenkredite an afrikanische Staaten, der Bau von Straßen und Krankenhäusern, gegen die dringend benötigten Rohstoffe. Imperialismus auf Chinesisch, die sich genauso wie die früheren Kolonialherren aufführen. Aber Sie stellen keine Bedingungen, keine Fragen. Westliche Hilfe hat Voraussetzungen: keine Korruption, Einhaltung der Menschenrechte, gute Regierungsführung. China macht Geschäfte mit allen, die nicht bei drei auf den Bäumen sind.

Längst hat hier China die USA und die EU abgehängt. Aber auch die Afrikaner erkennen langsam, was sie sich da ins Land geholt haben. Die Chinesen halten sich nicht an Gesetze, machen mit Billigimporten die einheimische Wirtschaft kaputt und bieten bestenfalls „chinesische“ Arbeitsverhältnisse. Die sind inzwischen zum riesigen Problem für viele Afrikaner geworden. Die afrikanische Führungselite in vielen Ländern verdient kräftig mit, denen ist es egal, wie es dem Volk dort geht.

Wir in Europa, die USA und die gesamte westliche Welt müssen uns vorsehen. Wie gehen wir mit den Konflikten um, die China provoziert. China will uns seine eigene Politik aufzwingen, die kommunistische Partei braucht Erfolge zum Machterhalt. Ermahnungen? Lächerlich. Ziel des Kommunismus war und ist immer die Weltherrschaft. Nur wenn wir uns zusammentun und mächtig genug sind, können wir unsere Regeln und Werte verteidigen und gegen China durchsetzen. Im Moment sieht es eher schlecht für uns aus. Der Kampf um die Welt und damit um unsere Zukunft hat gerade erst begonnen.
von Peter Wassmann

 

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