Mogelpackungen

Ein ständiges Ärgernis beim Einkauf ist, dass die Verpackung mehr verspricht als der Inhalt hergibt. Auch „neue Rezeptur“ oder „verbesserte Qualität“ zum gleichen Preis – aber mit weniger Inhalt; nicht selten eine versteckte Preis-erhöhung bis zu 35% und mehr!
Fotos, Quelle: Verbraucherzentralen, HH

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Wer hat sich nicht schon geärgert, wenn er zu Hause den Einkauf ausgepackt hat und bemerkt, in welchem Mißverhältnis oftmals der Inhalt zur Verpackung steht. Schwammige Formulierungen im Eichgesetz und Lebensmittelrecht ermöglichen den Herstellern großzügige Auslegungen bei der Verpackung mit viel Luft und doppeltem Boden. Deshalb ist auch nur in besonders krassen Einzelfällen ein Verstoß feststellbar, Bußgelder sehr selten und eher geringfügig.

 Beschwerden

  • Verbraucherzentrale
  • Eichamt
  • und warum auch nicht, mal direkt beim Hersteller
  • und vor allen Dingen bei der „Verbraucherschützerin“ Ilse Aigner, ledig, kinderlos und gelernte R&F-Technikerin mit Wahlkreis Starnberg

 Aus Personalmangel bei den zuständigen Behörden wird viel zu wenig geprüft, und wenn, fürchtet sich kein Hersteller vor den Konsequenzen. Reklamationen laufen deshalb meist ins Leere.

 Was wirklich helfen könnte, wenn auch vielleicht nicht sofort, ist Information, z. B. durch

  • Verbrauchermagazine im TV
  • zdf neo „Da wird mir übel“, ausgezeichnet mit dem Umweltmedienpreis
  • Seiten im Internet
  • Veröffentlichungen von Produkttestern, Instituten

Daß allzu luftige Verpackungen nicht gut für’s Geschäft sind, sieht man an der Fa. Lindt, die 2002 wegen einer Mogelpackung 33.000€ an die Gerichtskasse des AG Tiergarten zahlen mußte. Auch ein Herstller mehrerer Frischkäse wurde vom OLG Karlsruhe 2012 wegen unlauteren Wettbewerbs auf Unterlassung verurteilt.
von Peter Wassmann

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